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Angst vorm Fliegen? 10 Tipps gegen Flugangst

Mich hat das Reisen schon immer extrem gereizt, allerdings gab es ein riesiges Thema, was mich vor einigen Jahren von lang ersehnten Fernreisen abgehalten hat: Flugangst!

Jeder Flug war für mich anfangs der HORROR, gleichzeitig jedoch, wenn ich mich etwas sortieren konnte, hab ich noch nie so etwas  Faszinierendes gesehen wie die Welt von oben. Mittlerweile kann ich meine Flüge genießen und habe gelernt, damit umzugehen. Ich bin kein Fan von Alkohol oder Tabletten, die einen völlig aus dem Leben hauen, deswegen nenne ich euch 10 Tipps, die mir persönlich extrem geholfen haben, das Fliegen heute so entspannt wie möglich anzugehen.

1. Die Angst annehmen

Angst ist natürlich und hilfreich. Es ist menschlich, Angst zu empfinden, wenn man in einer tonnenschweren Maschine mit 1000km/h in 10km Höhe über die Welt rast. Eine der größten und bekanntesten Reisebloggerinnen der Welt Tuulavintage (Jessica Stein) reist fast wöchentlich mit dem Flugzeug zu den schönsten Plätzen unserer Erde. Und selbst sie, die schon hunderte von Flügen hinter sich hat, hat nach wie vor Flugangst. Was ist daran schlimm? Also, mein Tipp Nummer 1: Akzeptiert die Angst. Es muss euch nicht peinlich oder unangenehm sein, Angst vor dem Fliegen zu haben. Wenn ihr merkt, dass die Angst kommt, akzeptiert es einfach und nehmt es hin. Wenn ihr euch während eines Fluges einfach nicht beruhigen könnt, könnt ihr auch jederzeit die Crew ansprechen. Das Personal weiß genau, wie man mit ängstlichen Fluggästen umgeht.

2. Einen Flug alleine machen

Irgendwann habe ich mich dazu entschlossen, eine Freundin in Venedig zu besuchen und alleine einen kurzen Flug zu machen. Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Während meines Fluges musste ich mich selbst mit meiner Angst konfrontieren und konnte mich bei keinem Reisegefährten ausheulen oder ablenken. Natürlich sind wir bei genau diesem Flug in ein Gewitter geraten und mussten über 1h lang Runden über Italien drehen, bis das Wetter sich gebessert hat. In diesen knapp 3h langen Flug hatte ich die beste Gelegenheit mich mit meiner Angst auseinanderzusetzen und dieser ins Auge zu sehen. Zwischendurch habe ich mich mal mit meinem routinierten Sitznachbarn unterhalten, der mir von seinen Geschäftsreisen erzählte und mich damit ablenkte. Mit einem Partner wäre das nicht möglich gewesen. Fremde Personen haben da irgendwie mehr Einfluss auf einen, wie die beste Freundin oder der Freund, der alles tun würde um einen zu beruhigen. So war es zumindest bei mir. Also, bucht einfach mal einen Flug allein. Kurzstrecken bieten sich hierfür bestens an!

3. Die richtige Sitzplatzwahl

Mittlerweile ist es mir ziemlich egal, wo ich im Flugzeug sitze. Am Anfang habe ich stets darauf geachtet weiter vorne im Flugzeug zu sitzen. Die vorderen Plätze sind etwas unempfindlicher, falls es mal etwas wackelt. Ich habe immer sehr gern am Fenster gesessen, habe aber schon mehrmals gelesen, dass es bei ängstlichen Passagieren von Vorteil ist, sich auf den Platz im Gang zu setzen. So ist man etwas weniger „gefangen“ und kann schneller mal aufstehen und rumlaufen oder auf Toilette flitzen. Die meisten Gesellschaften bieten einen Online-Check-In an, wo man bequem von zu Hause aus seinen Sitzplatz in den vorderen Reihen reservieren kann.

4. Immer wieder Fliegen

Wie bei allem was wir machen, gewöhnen wir uns extrem schnell an neue Situationen. So auch beim Fliegen. Nachdem ich irgendwann schon einige Flüge hinter mich gebracht habe, wusste ich jedes Geräusch und jedes Gewackel viel besser einzuordnen. Gerade beim Start oder der Landung sind einige (oft komische) Geräusche zu hören, die mich anfangs in Panik versetzt haben. Nach und nach habe ich aber gemerkt, wie ich die Geräusche als immer normaler empfunden habe und den Ablauf eines Fluges viel besser einschätzen konnte. Also: Bleibt dran, immer wieder. Je öfter ihr fliegt, umso entspannter nehmt ihr alles wahr und könnt euren Flug genießen.

5. Sich informieren

Mich persönlich fasziniert das Fliegen. Ich finde es unglaublich, wie das alles möglich ist. Neben sämtlichen Flugzeugdokus, die ich gesehen habe, durfte ich nach einem Flug nach Dubai kurz ins Cockpit und mit dem Piloten sprechen. Auch das hat mir geholfen. Zudem konnte ich für mich selbst bei Angstsituationen auf mein Wissen von Dokus oder Büchern zurückgreifen und mich dadurch beruhigen. Wenn man erst einmal anfängt, das Ganze zu verstehen, wirkt das alles nicht mehr so unnatürlich.

Es gibt unzählige Hörbücher oder Lektüren zum Thema Flugangst, die über verschiedene Techniken wie Meditation, genaue Erklärung der Geräusche oder Technik usw. helfen, seine Angst zu besiegen. Hier meine Empfehlungen:

6. Ablenkung

Kauft euch am Flughafen Zeitschriften oder irgendwas, was euch interessiert. Guckt während des Fluges Filme, lest ein spannendes Buch, versucht euch nur auf das eine zu konzentrieren. So geht nicht nur der Flug viel schneller rum, ihr entspannt euch auch und kommt aus euren negativen Gedanken raus.

7. Wahrscheinlichkeit vor Augen führen

Die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen, ist größer als ein Flugzeugabsturz. Die Standardvergleiche und Sätze, die man immer wieder hört. Aber jetzt mal ehrlich: Wie verdammt unwahrscheinlich ist es, dass ein Flugzeug abstürzt? Alles ist mindestens doppelt gesichert. Jedes Triebwerk wird per Satellit überwacht, tausende Sicherheitskontrollen werden durchgeführt. Vor jedem Start werden die Flugzeuge kontrolliert. Anfangs konnten mir diese Argumente alle nicht helfen, mittlerweile denke ich mir: stimmt doch alles. Wie unwahrscheinlich ist es, dass bei genau diesem einen Flug von so vielen tausenden, die in dem Moment fliegen, irgendetwas passiert? Die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass jeder Gedanke daran unnötige Energieverschwendung ist.

8. An das Schöne denken

Komischerweise erfreut sich unser Kopf an negativen Gedanken. Je mehr Aufmerksamkeit ihr allerdings eurer Angst widmet, desto größer wird sie. Ihr füttert sozusagen eure Angst mehr und mehr mit eurem Gedanken, sodass es immer schwieriger für euch wird, dagegen anzugehen. Denkt nicht an das Negative, an das „was-wäre-wenn“-Szenario. Denkt einfach an nichts oder an euer Ziel! Denkt an den Urlaub und die vielen positiven Feelings die ihr habt, wenn ihr am Strand unter Palmen liegt. Immer positiv denken 🙂

9. Stressfreie Vorbereitung 

Reisepass oder Personalausweis, internationaler Impfpass, Flugtickets oder die Unterlagen für eure erste Unterkunft stellt ihr euch am besten schon ein paar Tage vor dem Abflug bereit. Achtet auch darauf, dass euer Ausweisdokument noch gültig ist. Damit hat man alles zusammen 🙂 Eine Liste mit Dingen, die immer auf den letzten Drücker eingepackt werden müssen (Ladekabel, Zahnbürste usw.) erspart euch stressiges Gerenne und Gesuche am Abflugtag. Zudem solltet ihr darauf achten, früh genug am Flughafen zu sein und da noch ein wenig rumzutrödeln…

10. Genießt es einfach

Entspannt euch. Dabei hilft mir persönlich auch immer ein bequemes Outfit. Ich bevorzuge das Reisen (bei langen Flügen) in Jogginghose, Hoodie und mit Papas Wollsocken. Macht’s euch gemütlich, schaut aus dem Fenster, genießt Sonnenaufgänge oder die Atmosphäre eines Nachtfluges. Hört euch ein Hörbuch an, spielt eure Lieblingsmusik ab. Macht es euch gemütlich, genießt den Bordservice, trinkt euch ein Gläschen Wein beim Essen und schaut euch unseren unglaublich geilen Planeten aus der schönsten und spektakulärsten Perspektive an, die es gibt!

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Abflug in Hawaii (O’ahu)

Anna Heupel

1 Comment

  1. Antworten

    Jamespug

    Februar 1, 2017

    No matter how you do it, losing weight is an individual thing. Friends can help you but they can’t lose the weight for you. You’ve got to take charge of your weight loss from the beginning if you want to get serious about losing weight. The following tips will help.

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