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BALI the place to be – ein ehrlicher Reisbericht

Immer wieder hört man von der paradiesischen Insel in Indonesien. Bali ist mittlerweile ein absoluter Hotspot in Südostasien und zieht jedes Jahr mehrere Millionen Menschen an. Wir waren letztes Jahr auf Bali, den Gili – Inseln und Lombok unterwegs und erzählen euch, wie wir es dort empfunden haben.

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Am Flughagen in Singapur war meine Vorfreude auf Bali riesig. Ich konnte es nach den Städtetrips kaum erwarten endlich am Strand und in der Natur zu sein und war unglaublich gespannt, wie ob die Atmosphäre und Energie der Insel wirklich so ist, wie Leute es im Netz beschreiben. Nach einem 3 – stündigen Flug sind wir dann abends auf Bali angekommen. Voller Euphorie und Vorfreude kamen wir aus der Flughafentür raus und wurden (wie man das üblicherweise von anderen Flughäfen kennt) von ein paar Balinesen angesprochen, die uns ihre Taxidienste anbieten wollten. Nachdem wir versucht haben die ersten abzuwimmeln, um erst mal die Lage zu checken, wurden wir nach und nach förmlich überrannt von Taxifahrern, die uns wirklich auf penetranteste Weise Taxifahrten andrehen wollten. Wie schon gesagt, so etwas kennt man von anderen Flughäfen, aber so krass, penetrant und dreist wie hier haben wir das noch nicht erlebt. Einige der Anbieter liefen und die ganze Zeit hinterher. Echt nervig. Als wir dann letzendlich mit einem dieser Taxifahrer einen einigermaßen fairen Festpreis zu unserem ersten Hotel ausgehandelt hatten und in unserem traumhaften Hotel in Ubud ankamen, konnten wir erstmals richtig entspannen. Das Hotel habe ich vorab im Internet gefunden und konnte einfach nicht widerstehen hier ein paar Tage zu chillen…

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Hotel Alam Ubud

Im Januar / Februar ist Regenzeit auf Bali, dementsprechend feucht, warm und diesig war das Wetter meist. Teilweise hatten wir eine Luftfeuchtigkeit von 100% bei ca 33 Grad. Das Wetter hat dem tropischen Urwald irgendwie eine ganz coole Atmosphäre verliehen. Morgens beim Frühstück konnten wir Mönchgesang aus einem Tempel hören. Echt cool!

Ubud und Umgebung

Wir waren die ersten Tage in Ubud unterwegs, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Ubud habe ich mir als grünes, spirituelles Örtchen inmitten des tropischen Regenwaldes vorgestellt. Leider haben wir Ubud als sehr überfüllt und laut empfunden. Unzählige Roller und Touristen drängelten sich durch kleine Gässchen (und das in der low Season), überall liefen kranke, verwahrloste Hunde durch die Gegend, man wurde ständig von Einheimischen angesprochen um Bootstouren zu buchen oder Souvenirs zu kaufen. Für eine gewisse Zeit kann man sich sowas mal geben, aber nach einigen Tagen waren wir ziemlich genervt und haben uns immer wieder in unserer ruhiges Hotel zurückgezogen. Ubud hat natürlich auch schöne Seiten, es gibt Tempel, überall findet man kleine, bunte Opfergaben mit Blumen und Räucherstäbchen, es gibt wirklich tolle, hippe Restaurants und Bars mit traditionellem Essen, viele nette Menschen und die umliegende Natur und die Reisterrassen sind schon echt schön!

Jeden Tag Curry 🙂 Ich liebe die indonesische Küche.

An einem Tag haben wir uns einen privaten Fahrer engagiert, der uns mit dem Auto über die Insel zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten gefahren hat. Das typische Touri – Programm halt 😀 Für eine Rollerfahrt waren uns die Entfernungen zu groß, sonst kann man Bali auch super gut mit dem Roller erkunden. Allerdings hier aufpassen vor korrupten Polizisten. Die Polizisten halten Touris auf dem Roller an und fragen nach internationalen Führerscheinen, die angeblich nicht anerkannt werden. Im Anschluss verlangen sie oftmals alles an Bargeld, was man mit sich führt. Also: versucht einfach wenig Bargeld mit euch zu führen oder versteckt einfach einen Teil in den Socken oder so 🙂

Wir haben als erstes einen Wasserfall besucht, den ich mir im Vorfeld schon notiert hatte. Nach der Ankunft wurde eine kleine Gebührt für das Parken bezahlt. Zum Tengenungang Wasserfall gelangt man dann über einige Treppenstufen. Die Landschaft war atemberaubend schön, aber leider haben wir überall um den Wasserfall herum unglaublich viel Müll aufgefunden 🙁

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Tegenungan Wasserfall

Hier weitere Impressionen von unserem Tagesausflug. Der Ausflug mit Guide hat uns ca 30€ für 2 Personen gekostet. Unser Fahrer hat uns alles ermöglicht, war sehr nett und hat unglaublich viel erklärt und uns von seiner Kultur und dem balinesischen Hinduismus erzählt. Eine solche Tour lohnt sich wirklich!

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Der Pura Taman Ayun – Tempel des schwimmenden Garten

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Der Pura Taman Ayun – Tempel des schwimmenden Garten

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Die Reisterassen von Jatiluwih

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Pura Ulun Danu Bratan Wassertempel

Nachdem wir die ersten paar Tage in Ubud verbracht haben, sind wir dann spontan rüber zu den Gili Inseln und nach Lombok. Lombok haben wir total in unser Herz geschlossen. Wieso, erzähle ich euch in einem anderen Blogpost. Nach unserer Zeit auf Lombok sind wir dann zurück nach Bali und haben noch mal ca 2 Wochen den unteren Teil der Insel erkundet. Kleiner Tipp bzgl. der Überfahrt nach Lombok: Die Einheimischen sprechen immer von einer „slow ferry“ und versuchen euch diese auszureden, um mit einem viel teureren Speedboot rüber zu fahren. Wenn ihr Zeit habt und Geld sparen wollt, nehmt die öffentliche Fähre.

Uluwatu und Umgebung

Der Süden hat uns an sich sehr gut gefallen. Grund war aber auch, dass wir coole Leute kennen gelernt haben und ein sehr schöne Zeit gemeinsam hatten 🙂 Wir haben neben den unten gezeigten Stränden den legendären Padang – Padang Beach, sowie den Dreamland Beach und andere Strände besucht. Der Roller war hier die beste Alternative mit ca 3-5€ pro Tag. Gegessen haben wir überwiegend in den bekannten Warungs. Die Straßenrestaurants findet ihr überall und ihr solltet dort unbedingt das traditionelle Essen probieren. Lasst euch nicht von den Fliegen am Essen, oder davon abschrecken, wie das Essen aussieht – es schmeckt mega und hat eine wirklich gute Qualität! 😀

Am Bingin Beach haben wir uns Surfboards geliehen und wollten als pure Anfänger unser Glück versuchen. Zufällig haben wir einen der Top Surflehrer von Sydney getroffen, der uns die Basics am Strand erklärt hat. Hat trotzdem nichts gebracht, haha. Die Wellen hier waren unregelmäßig, unberechenbar und groß. Ich war einfach nur damit beschäftigt irgendwie mit dem Board einigermassen über die Wellen zu kommen. Also mein Tipp: Wenn ihr surfen lernen wollt, macht das mit einem Guide und an einem anderen Ort. Meine Schwester hat damals ein Surfcamp in Kuta besucht, wo die Wellen immer regelmäßig und schön kommen.

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Judith am Bingin Beach

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Thomas Beach von oben 🙂

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Eingang zum beliebtesten Surfspot Balis

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Uluwatu Surf Break von oben

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Essen im Warnung – EIN MUSS!

Am letzten Tag auf Bali hatte ich ein Shooting mit einem Model aus der Ukraine. Sie und ihr Freund haben uns im Süden besucht und viel von ihren Reisen erzählt. Die beiden waren für längere Zeit auf Bali unterwegs und haben viel der Insel mit dem Auto erkundet. Leider erzählten beide, dass Orte wie Seminyak und Kuta ein absolutes Chaos sind. Die Ort seien megaaaaa überlaufen, zugemüllt und haben wohl nichts mehr mit Bali zu tun, wie man es sich vorstellt. Als sie mir dann dieses Foto zeigte, welches sie einen Tag zuvor am Strand gemacht hat, war ich wirklich schockiert 🙁

 

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Müll soweit das Auge reicht am Kuta Beach

 

Wir haben natürlich nicht alles der Insel sehen können, aber unsere Meinung über Bali ist Zwiegespalten. Auf der einen Seite ist die Insel unglaublich charakteristisch und es gibt tolle, atemberaubende Strände, Surf- und Schnorchespots und eine mega leckere Küche. Auch die Kultur und die Menschen sind intersannt, farbenfroh und freundlich. Allerdings sieht man der Insel den Tourismus an. Müllprobleme, zu viele Menschen, Ölteppiche auf dem Meer, Probleme mit dem Umwelt-, Natur- und Artenschutz, oder fiese Abzocke bei Touristen…Ich bin ehrlich…Ich habe mich bisher noch nie so sehr als Tourist gefühlt, wie hier. Ich konnte nicht einfach mit Scheuklappen über die Strände tänzeln und euch jetzt erzählen, wie geil die Zeit da war. Denn das stimmt leider nicht. Ich möchte euch auch nicht abschrecken oder so, sammelt eure eigenen Erfahrungen und Momente, aber wenn man genau hinsieht, wird einem doch etwas flau im Magen.

Anna Heupel

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