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Das Leben durch den Instagram Filter – Wie social media unser Leben beeinflusst

Die schönsten Körper, das tollste Essen, teure Luxusmarken. Jeden Tag zeigen unzählige Influencer ihr perfektes Leben im Netz. Aber ist das alles echt? Mittlerweile bist du was, wenn du einige Follower hast, Bodyscrubs oder veganes Müsli empfiehlst. Doch das Leben hat mehr zu bieten als Reichweite, Follower und Beautyprodukte. Zudem ist nicht alles, was ihr im Internet zu sehen bekommt, echt und immer so toll wie es auf euch wirkt. Nicht jeder hat eine makellose Haut, die perfekte Figur oder ist jeden Tag gut drauf. Man hat auch mal einen scheiß Tag, ist genervt, fühlt sich unwohl, hat Sorgen oder sieht auch einfach mal nicht gut aus. Man ist sich ja bewusst, dass das alles mehr Schein als Sein ist und trotzdem verbringt man unglaublich viel Zeit damit sich unbewusst berieseln zu lassen. Dass aber die meisten Influencer kein Frühstück mit Meerblick für sich genießen können, genervt sind wenn die Freundin im Urlaub nicht das perfekte Foto von ihnen gemacht hat, oder ständig unter dem Druck stehen perfekt auszusehen und zu funktionieren, bedenkt man dabei nicht.

Auch ich teile einige Fotos mit euch – jedoch nicht mit dem Hintergrund zu zeigen wie toll mein Leben ist, mit was für coolen Leuten ich abhänge oder zu zeigen was ich alles habe. Ganz im Gegenteil. Ich brenne für die Fotografie, liebe es meine Arbeit mit euch zu teilen und dadurch einige zu inspirieren. Dass meine Fotografie von euch anerkannt und unterstützt wird ist für mich ein unglaublich tolles Gefühl und dafür bin ich mehr als nur dankbar! Durch die sozialen Netzwerke kann ich das tun was ich über alles liebe und habe Möglichkeiten, die ich sonst nie hätte. Aber auch ich habe oft genug Zweifel, Ängste oder Sorgen, wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten auch. Auf unserer Reise zum Beispiel, habe ich viele tolle Momente erlebt und diese mit euch geteilt. Auf der anderen Seite, gab es aber auch Tage, die einfach mal beschissen waren weil man genervt war, mal keine Lust hatte irgendwas zu machen oder seine Liebsten in der Heimat vermisst. Dadurch, dass wir innerhalb sehr kurzer Zeit sehr viele verschiedene Orte bereist haben, haben wir uns immer wieder Zeit nur für uns genommen, ohne Kamera ohne Handy – einfach zum verdauen und genießen. So haben wir auch mal 2 Tage in Vegas im Hotelzimmer verbracht und Serien geguckt, tolle Grill – Abende mit unseren Airbnb Hosts gehabt, oder uns über mehrer Stunden nicht vom Strandtuch bewegt, ohne die Angst zu haben, man verpasst vielleicht etwas, was man später wieder posten könnte.

Was ich mit diesem ganzen Bla Bla sagen möchte ist: es ist nicht alles Gold was glänzt. Nicht alles, was ihr im Internet seht, ist echt! Nicht jeder Moment ist so perfekt, nicht jede Haut makellos, nicht jeder Körper ohne Cellulite. Vor allem jüngere Mädels sollten sich sowas immer wieder vor Augen führen. Das wichtigste ist, wie ihr euch selbst seht!

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Anna Heupel

3 Comments

  1. Antworten

    Evaleinxx

    August 5, 2016

    Hat dies auf OneHeart-Photography rebloggt und kommentierte:
    Ein Blogeintrag der wirklich alles Aussagt was der Wahrheit entspricht. Leider verwechseln heutzutage viel zu viele Menschen die Bilder mit der Wirklichkeit und beneiden anderen Menschen dadurch viel zu sehr, anstelle ihr eigenes Leben zu genießen.

  2. Antworten

    Maria Werdow

    Oktober 5, 2016

    Man kann diese Punkte, die du in deinem Bericht ansprichst, wahrscheinlich nicht oft genug sagen. Der Drang nach Perfektion lebt in unserem Unterbewusstsein und deshalb klicken wir Tag für Tag die Instagram Bilder durch und bewundern das Leben der Anderen. Ich würde uns fast schon im überspitzten Sinne als Masochisten bezeichnen wollen, die sich täglich die perfekt editierten Bilder vor Augen halten und danach feststellen wie unzufrieden sie mit sich oder ihrem Lifestyle sind. Man kann es natürlich auch positiv annehmen und als Motivation für sich ansehen, selbst besser zu werden oder sein Leben interessanter zu gestalten 😉

  3. Antworten

    Paleica

    Juni 29, 2017

    das ist eine glaube ich wirklich wcihtige erkenntnis. wenn ich mir vorstelle, dass ich als influencer 24/7 strahlen muss, weil es nunmal mein job ist, käufliches glück zu verbreiten, dann vergeht mir da sehr, sehr schnell die lust drauf.
    übrigens: du hast ein supertolles logo. ich liebe es, wie die ananas gezeichnet ist. hast du das selbst gemacht?

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