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Israel Roadtrip – historische Städte, ein Spa Tag am toten Meer und das leckerste Hummus der Welt

Bock auf einen Israel Roadtrip? Dann seid ihr hier genau richtig. Ich erzähle euch mehr zur einem Abendteuer auf eigene Faust, zur Sicherheit im Land, Sehenswürdigkeiten und Kosten

Du willst nach Israel? Ist es da überhaupt sicher, Anna? Das war wohl die häufigste Frage auf meine spontane Entscheidung nach Israel zur Reisen und einen kleinen Roadtrip zu starten. Ich liebe Selbstfahrer Reisen. Gerade für mich als Fotografin ist mir wichtig flexibel zu sein und anhalten zu können, wann ich will. Unser Israel Roadtrip war hierfür einfach perfekt. Nachdem meine liebe Freundin Evi und ich schon länger von Israel gesprochen und geschwärmt hatten, haben wir uns letztendlich in Zusammenarbeit mit mapify.travel (beste Reiseapp der Welt 🙂 ) recht kurzfristig dazu entschieden für 7 Tage durch das heilige Land zu touren, uns. Wir haben tolle Menschen getroffen, haben viele interessante Orte erkundet und das mit Abstand beste Hummus der Welt gegessen. Aber wo sollte man das auch sonst finden, wenn nicht in Israel? 🙂

Tel Aviv: eine modern Stadt am Mittelmeer

SICHERHEIT IN ISRAEL

Es war so anders als erwartet. Eigentlich habe ich gar nichts erwartet. Ich wollte unvoreingenommen an diese Reise gehen. Ich weiß, dass viele denken Israel ist ein „heißes Pflaster“ und unruhig, aufgrund der politischen Konflikten, die man seit Jahren zu hören bekommt. Aber wisst ihr was? Israel ist ein wundervolles Land. Und eignet sich perfekt für einen Road trip. Und ja – ISRAEL IST SICHER. Von den medialen Unruhen, die uns täglich unter die Nase gerieben werden bekommt man absolut gar nichts mit. Ganz im Gegenteil: Es herrscht ein hohes Sicherheitsaufkommen, man fühlt sich genauso wie hier und absolut sicher, überall ist Polizeipräsenz, Menschen sind nett und hilfsbereit und letztendlich leben alle dort ein verdammt normales Leben, wie wir auch alle. Das also schon mal vorab. Mich persönlich reizen noch weitere Länder im nahen Osten und ich hoffe noch die Möglichkeit zu bekommen, mehr zu erkunden. Jetzt aber erst einmal einige Infos zu Israel und unserem Roadtrip für euch.

ANREISE

Zur Anreise müsst ihr gar nichts machen, außer Flüge buchen 🙂 Ihr braucht kein Visum und auch keine Impfungen. Wir sind von Baden – Baden (ich wusste bis dahin nicht mal, dass es dort einen Flughafen gibt lol) für 104 € pro Person nach Tel Aviv und wieder zurück geflogen. Die Flugzeit beträgt 4 Stunden. Da wir bereits nachts losfahren mussten, hatten wir eine ziemlich lange Anreise und sind dementsprechend groggy am nächsten Tag in Tel Aviv angekommen. So haben wir uns kurzerhand in ein UBER geschmissen, welches uns für ca 35€ in unser erstes Hotel gebracht hat.

Ihr könnt auch mega easy vom Airport mit dem Zug nach Tel Aviv fahren. Die Anbindungen und Preise sind super. Wer darauf keinen Bock hat, hat auch die Möglichkeit ein öffentliches Taxi oder Uber zu buchen. Tipp: Geht auf Ebene 2 dort stehen „low fare“ Taxis mit günstigeren Tarifen 🙂

Unsere erste Unterkunft war das Florentin Haus. Das Hotel liegt im Trendviertel Tel Avivs. Überall findet man hippe Cafes im industrial Style, die Menschen auf den Straßen waren trendy gekleidet und jeden Abend kann man schön ausgehen für Drinks oder zum Schlemmen und das Essen wonach einem der Kopf steht. Richtig cool. Unser erstes Lunch war ein gefüllter Fladen mit gebackenem Blumenkohl und Tahini Soße. Gott, ihr glaub nicht wie sehr ich das essen dort feier‘! Die Unterkunft liegt wirklich perfekt, wir konnten alles erlaufen und sind am ersten Abend durch kleine Märkte in old Jaffa gestrollt.

Super nices Zimmer mit Balkon im Florentin House

Skyline am Abend

old Jaffa 🙂

es ist so schön hier!

TAGESTOUR NACH JERUSALEM, BETHLEHEM UND ZUM TOTEN MEER

   Am nächsten Tag ging es bereits um halb 7 los Richtung Jerusalem. Wir wurden von www.touristisrael.com zu einem Gruppentrip nach Jerusalem, Bethlehem, zum toten Meer und dem Jordan River eingeladen. Eigentlich sind wir keine großen Fans von Touren, aber diese hier war wirklich sehr entspannt und wir konnten alles selbst erkunden. Gerade wenn man wenig Zeit und keine Lust hat selbst zu fahren, würde ich eine Tagestour empfehlen. Wir hatten nette Leute dabei, die Fahrer waren super und konnten uns viel über die Orte erzählen. In Jerusalem gab es sogar eine Tour mit einem Guide durch die Altstadt. TouristIsrael ist (wie der Name schon sagt) ein top Ansprechpartner, wenn es darum geht mehr vom Land zu sehen und zu erfahren.

1. Stop Jordan River – der Fluss in dem Jesus getauft wurde. Auf der anderen Seite des Flusses ist Jordanien.

Es ist wirklich so: man kann einfach nicht untergehen 😀 Sooooo witzig!

der Schlamm des toten Meeres versorgt sie zugleich mit wertvollen Mineralien. Die Haut fühlt sich danach unendlich weich an 🙂

Jerusalem old City – der Rest Jerusalems ist super modern

Die legendären Gassen in Jerusalems Old City sind voll mit Souvenir- und Gewürzshops

Mittags haben wir gemeinsam mit Nonnen Hummus gegessen 🙂

Märkte in Jerusalem

Die Grabeskirche ist der Ort an dem Jesus gekreuzigt wurde…

und seine Gebeine liegen.

Die Geburtskirche Jesu in Bethlehem


ISRAEL ROADTRIP – AUF EIGENE FAUST DURCHS HEILIGE LAND

Ab dem nächsten Tag ging dann unser Israel Roadtrip los. Wir haben einen Mietwagen für 4 Tage gebucht und 78€ gezahlt. Ging voll klar. Das Auto war in einem super Zustand und die Vermietung lief ohne Probleme. Wenn man an Roadtrips denkt, hat man für gewöhnlich nicht direkt Israel im Kopf. Dabei eignet sich das Land perfekt für Erkundungen auf eigene Faust.

Israel Roadtrip – perfekte Bedingungen für Selbstfahrer

  • die Entfernungen sind nicht zu groß
  • man hat ein sehr gut ausgebautes Straßennetz
  • überall Tankstellen
  • immer wieder andere Landschaften
  • schöne Picknickspots und Plätze zum anhalten

Der Verkehr in Israel ist auch okay. Hier wird häufig mal gehupt und ein bisschen weniger Abstand gehalten, aber alles easy. Am Weg zu unserer nächsten Unterkunft haben wir noch ein gemütliches Mittagspäuschen in einem Picknick Park gemacht und einen Stop bei den Höhlen von Ben Guvrin und in Marescha eingelegt.

Picknick im Grünen

Israel Roadtrip – Picknickspots im Grünen

die Höhlen von Ben Gurvin

Unsere Unterkunft lag direkt am toten Meer auf einem Berg. Metzoke Dragot ist eine einfache, aber so coole Anlage mit tollem Personal. Hier kann man für wenig Geld in einem Bungalow übernachten, oder gemeinsam mit mehreren in einem Zelt. Alles ist getreu dem Motto: keep it simple. Ich fand es unglaublich angenehm direkt nach dem Trubel in der Stadt hier richtig runterzukommen. Das Einfache war zudem mega beruhigend. Mich überfordern oft zu viele Dinge und Möglichkeiten – kennt ihr das? Es war auf jeden Fall super schön hier – das Essen war der hammer, es gab jeden Tag Buffet und auch Veganer kommen hier auf ihre Kosten. Ich habe kein Bild vom Zimmer, da es einfach nur ein Zimmer mit zwei Betten und einem Bad war. Wenig spektakulär aber sauber 🙂 Folgend zeige ich euch einige Impressionen unserer Tage am toten Meer.

der Weg auf den Berg zu unserer Unterkunft

mein Lieblingsplatz im Metzoke Dragot

In dieser Jurte kann man auch schlafen

easy Life – hier ticken die Uhren anders 🙂

Sonnenaufgang über dem toten Meer

Die nächsten Tage erkundeten wir von hier viele interessante Orte wie den En Gedi Nationalpark, Jericho, ein Kloster mitten in den Bergen und weitere, kleine Badeorte am toten Meer. Ich würde euch empfehlen den En Gedicht Nationalpark am frühen Morgen zu besuchen. Der Park öffnet um 8:00 und kostet ca 6€ Eintritt pro Person. Es lohnt sich. Man findet viele Wasserfälle und kleine, idyllische Orte zum baden. Ab 10:00 wird es allerdings sehr, sehr voll und man findet kaum ein ruhiges Plätzchen. Außerdem bietet der Park viele Wanderwege, allerdings würde ich euch empfehlen eher morgens zu wandern, da es im Laufe des Tages echt warm werden kann. Jericho, die tiefste Stadt der Erde ist zum Beispiel ein palästinensisches Gebiet. Bei der Einfahrt in solche Orte wird man durch Schilder ausdrücklich darauf hingewiesen als Israelit (oder Tourist mit israelischem Nummernschild) stets wachsam zu sein. Wir haben hier keine komischen Situationen erlebt.

ein Tag im En Gedi Nationalpark! Mega cool

St Georges Monastery in der Nähe von Jericho

Israelisches Taxi 😀

Israel Roadtrip – überall schöne Spots

TEL AVIV

Nach insgesamt 3 Nächten am toten Meer ging es dann zurück nach Tel Aviv, wo wir unsere letzte Nacht im neuen, super fancy Hotel „THE DAVE“ der Brown Group übernachten durften. Die Lage des Hotels war auch richtig cool, dieses Mal waren wir im nördlichen Viertel. Direkt neben dem Hotel war das Cafe Xoho, mit leckerem Superfood und schönem Ambiente, der Strand war nach ca 10 Minuten laufen zu erreichen und den legendären Carmel Market konnte man ebenfalls nach ca 25 Minuten zu Fuß erkunden. Israel zählt zu den teuersten Städten der Welt – auch wir haben diese Erfahrungen gemacht. Trotzdem kann man auch relativ günstig weg kommen und zum Beispiel viel Laufen, in einem Hostel schlafen und mehr Essen wie Hummus etc auf einem Markt kaufen, anstatt Essen zu gehen.

Cafe Xoho – direkt neben dem Hotel

mega yummy Pancakes <3

der legendäre Carmel Market bietet täglich orientalische Gewürze, Obst, Gemüse, Essen & Krimi Krams an

kleiner Tipp: die kleinen Gässchen um den Carmel Market herum sind wunderschön und man findet überall kleine Cafes und süße Restaurants

Überall in der Stadt findet man so viele, nette Menschen!D

Der letzte Abend hat mir besonders gut gefallen. Ich bin alleine mit schöner Musik auf den Ohren stundenlang ganze 15km durch durch die City gestrollt und habe mich treiben lassen. Es war so schön. Die Promenade mit den Hochhäusern erinnerte mich total an Miami Beach. Überall waren Menschen unterwegs, es wurde super viel Sport und Yoga am Strand gemacht und jeder war gut drauf. Die Atmosphäre war einfach magisch. Außerdem habe ich an diesem Abend das wohl beste Hummus der Stadt bei Abu Hasan (14 Shivtei Yisrael in Jaffa) gegessen.

leckerstes Hummus ever bei Abu Hasan

Zusammengefasst ist zu sagen, dass Israel ein wunderschönes, inspirierendes Land ist mit unglaublicher Natur und Vielfalt. Ich hätte nicht gedacht, dass Israel so grün, farbenfroh und positiv ist. Ich kann jedem empfehlen einen Israel Roadtrip zu machen. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag etwas mitnehmen und euch motivieren Israel zu besuchen. Es lohnt sich!

Eure Anna

Wenn ihr auf der Suche nach dem richtigen Reiseführer seid, empfehle ich euch gern den Lonely Planet Reiseführer für Israel.

 

Mögt ihr Roadtrips so sehr wie ich? Dann schaut doch mal bei meinem Reisebericht von meinem Roadtrip in Kalifornien vorbei.

anna

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