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Reisen finanzieren – über Prioritäten, Geld sparen und die richtigen Ansprüche

Zwei Dinge braucht man zum Reisen: Geld & Zeit. Eigentlich ist das Ganze keine große Kunst. In meinem derzeitigen Lebensabschnitt ist Reisen einfach ein wichtiger Bestandteil, den ich sehr schätze und genieße. Nach jedem Trip habe ich das Gefühl, dass ich mich wieder ein bisschen neu entdeckt habe – fotografisch, sowie menschlich und das Feeling neu inspiriert zu werden tut mir sooo gut. Ich bin weder reich, noch bekomme ich jede Reise bezahlt. Lest im folgenden Blogpost wie ich mir meine Reisen finanziere, was für Ansprüche ich an Urlaube habe und wie ich meine Kosten möglichst gering halte. Viel Spaß!

Prioritäten setzen

Was sind eure Prioritäten? Momentan steht ganz oben auf meiner Prioritäten – Liste: Reisen. Ich investiere zur Zeit mein Geld tausend mal lieber in Flugbuchungen, als in ein neues Auto, die fetteste Wohnung, neue Klamotten oder irgendeinen anderen Schrott. Natürlich kann sich das Ganze in ein paar Jahren ändern, aber momentan ist es einfach sehr wichtig für mich. Ich würde sagen ich lebe recht ‚bescheiden‘ – fahre meinen 10 Jahre alten Seat Ibiza, protze nicht mit den fettesten Klamotten oder Statussymbolen, sondern shoppe gern auch mal am Trödelmarkt oder bei Ebay Kleinanzeigen. Natürlich gönne ich mir im Alltag auch mal geile neue Sneaker, oder kaufe Dekoscheiß, den kein Mensch braucht mich aber ein bisschen glücklich macht (ihr Frauen versteht es 😀 ), aber alles ist vollkommen im Rahmen und kommt eher selten vor. Es sollte für jeden durchaus machbar sein mehr Reisen zu können, wenn man einfach ein bisschen anders denkt und seine Prioritäten nicht unbedingt auf Dinge, sondern eher auf Momente setzt. So easy ist das 🙂

Laufende Kosten gering halten & sparen

Wenn ihr eure Prioritäten nicht mehr auf überteuerte Dinge setzt, werdet ihr es vielleicht schon nach einigen Wochen merken, wie sich eure monatlichen Kosten etwas reduzieren. Ich versuche auch so immer meine laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten zahle nur das, was ich zahlen muss oder wirklich notwendig ist: Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Haftpflicht, Telefon, Autoversicherung, Steuern, Miete, Essen. Ich habe mir noch nie irgendwas finanziert oder mir einen Kredit genommen – klar in manchen Situationen muss man das einfach – dennoch hab ich mir nie etwas angeschafft, was ich nicht zu diesem Zeitpunkt zahlen konnte. Ein weiterer Kostenfaktor im Alltag ist das Essen. Auch hier kann man fett sparen, vor allem wenn man viel selbst kocht und öfter mal bei Aldi „hallo“ sagt 🙂 Das Thema ist vor allem für die interessant, die für mehrere Monate vereisen möchten. Falls ihr euren Aufenthalt im Ausland nicht mit einem Job vor Ort finanziert, müsst ihr die laufenden Kosten von eurem ersparten zahlen. Nervt ziemlich, aber auch hier kann man einiges machen: Ihr könntet zum Beispiel eure Wohnung untervermieten, die Krankenkasse runterstufen, unnötigen Kram vor dem Urlaub verkaufen, vielleicht sogar euer Auto an einen Freund geben, der dringend eins braucht und euch dafür ein bisschen Taschengeld gibt. Setzt euch vielleicht mal einen Abend hin und checkt einfach mal eure Ausgaben pro Monat, überlegt dann wie ihr sparen könnt und irgendwann füllt sich die Reisekasse von ganz allein.

Ansprüche auf Reisen

Ein sehr sehr wichtiger Punkt sind natürlich die eigenen Ansprüche und dementsprechend die Kosten auf Reisen. Es macht natürlich einen großen Unterschied, ob ich versuche mit wenig Geld klar zu kommen, oder einfach drauf scheiße. Hier muss einfach jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist und womit er sich vereinbaren kann. Ich bin schon etliche Male (auch für 4 Wochen Asien) nur mit Handgepäck geflogen, weil ich einfach keinen Bock hatte den Aufpreis für das Gepäck zu zahlen. Ich habe auch kein Problem damit, ein paar Nächte im Auto, im Zelt oder bei jemandem auf einer Couch zu pennen, tagelang nur Brot und Nüsse zu essen, oder wochenlang in den gleichen Klamotten durch die Gegen zu tingeln. Hauptsache ich bin da, wo ich hin wollte und genieße meine Zeit. Versucht also einfach mal eure Ansprüche an Reisen etwas runterzuschrauben, denn gerade wenn man im Urlaub ist und in den Touristengebieten abhängt, ist alles recht teuer. Aber es gibt immer eine Alternative. Ein gewisser Standard ist super nice, aber man kann ja einige Tage lang etwas sparen und dann wieder mehr Geld für tolle Unterkünfte, essen etc ausgeben. So weiß man dann auch die tollen Dinge und den Komfort zu schätzen.

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Campingurlaub in Italien inkl. Schlauchboot – einer der schönsten und günstigsten Urlaube ever!

Fazit: Jeder, der Bock auf Reisen hat – und ich meine richtig Bock nicht nur einen querhängenden Hirnfurz – kann seinen Alltag und seine Prioritäten einfach etwas umstrukturieren und für seine Urlaube sparen und leben. Falls euch das Reisen also so wichtig ist, setzt dieses Ziel weit nach oben auf eure Liste. Der Rest kommt dann von ganz allein.

Anna Heupel

1 Comment

  1. Antworten

    Christina

    Juli 23, 2017

    Yeah – ziemlich gut geschrieben und regt zum nachdenken an. Ich finde es total motivierend und ich werde morgen mal meine Kosten durchgehen und aufschreiben was ich so an Ausgaben habe und wo ich was einsparen kann. Am besten mache ich das mal den ganzen August und schreibe alles auf. So ein Arschtritt habe ich mal gebraucht. Danke Anna <3

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