Schweiz im Herbst – Mit dem Zug durch die malerische Landschaft der Alpen

Anfang September ging es für mich in die Schweiz zum Wandern, Radfahren, Bouldern und Entdecken. Der Fokus der Reise lag darauf, langsam und achtsam unterwegs zu sein und Zugfahren in der Schweiz als nachhaltige Art der Fortbewegung zu erleben. Zusammengepackt in einem Wort: Slow Tourism. Slow Tourism ist eine Art zu Reisen, bei der es um authentisches und achtsames Erleben und Nachhaltigkeit geht. Klingt cool, oder? Ein Mix aus Entspannung, Genuss und Aktivurlaub wartete auf uns 🙂 Lest im folgenden Blogbeitrag mehr zum Thema Zugfahren in der Schweiz, Infos zu Wanderungen und Aktivitäten und welche Orte wir besucht haben. Viel Spaß!

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Graubünden

In der Schweiz gibt es insgesamt 26 Kantone (Regionen), die landschaftlich, sowie kulturell sehr unterschiedlich sein können, genau deswegen aber zu einer vielfältigen Reise einladen. Graubünden ist eins der größten Kantone und vor allem für Täler, Seen und Bergpanoramen bekannt. Der Startpunkt unserer Reise war das kleine Städtchen Davos. Davos liegt, umrundet von Berggipfeln und steilen Hängen, auf 1.560m über dem Meeresspiegel und bietet nicht nur deshalb ein Paradies für Wintersportler. Auch in anderen Jahreszeiten kann man die unberührte und raue Natur gut erkunden. Am besten zu Fuß 🙂 Nach der Anreise checkten wir im Hotel ein und freuten uns auf eine erholsame Nacht. Früh Morgens, ausgestattet mit einem Lunchpaket und ausreichend Proviant, ging es mit dem Postauto (ist ein ganz normales öffentliches Verkehrsmittel) zum Startpunkt der ersten Tour: eine Wanderung um die hochgelegenen Jöriseen. Angekommen an der Haltestelle „Wägerhus“ trafen wir auf unserem Guide Freddy und liefen entspannt und gut gestärkt los. Endlich Bewegung! Die Stimmung war ausgelassen, Freddy erzählte uns viel über die Region und seine Heimat. Der mittelschwere Rundwanderweg schlängelt sich ca. 12 km lang durch raue Felsen und alpines Gelände und offenbart immer wieder spektakuläres Panorama.

Von der Bushaltestelle ging es direkt auf den Wanderweg

frisches Quellwasser am Weg

Die Wanderwege der Schweiz sind gut gekennzeichnet und wie folgt augeteilt:

  • gelbe Wegweiser = einfachere Wanderwege
  • weiss-­rot­-weisse Markierungen = Bergwanderwege
  • weiss-­blau­-weisse Markierungen = Alpinwanderwege
  • pinkfarbene Wegweiser und Pfosten = Winterwanderwege

Das Highlight: Die Jöriseen

unbedingt festes Schuhwerk und dicke Jacken einpacken.

Im Anschluss gab es auf Empfehlung unserer Guides ein regionales Leibgericht: Capuns – Teigrouladen mit Mangold umwickelt in einer Käsesoße. Mega lecker

Die Jungs vom Tourismus waren super cool 🙂 Danke Andreas für den tollen Tag und die Organisation

Engadintal bei St.Moritz

Am nächsten Morgen ging die Reise direkt weiter und wir fuhren rund 1:30h mit der Bahn ins Engadintal. Das Engadin liegt ebenfalls im Kanton Graubünden und ist eins der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. Diese Region lässt Outdoor-Herzen höher schlagen. Hier kann man wirklich alles machen: Wandern, Radfahren, Wintersport, SUP, Klettern oder einfach die Natur genießen. Der Herbst ist die ideale Reisezeit für ausgiebige Touren und Aktivitäten. Auf den heutigen Tag habe ich mich gaaaaanz besonders gefreut, denn auf dem Plan stand, neben einer Wanderung entlang des Morteratschgletschers, bouldern. 🙂 Whoop Whoop! Es war ein mega chilliger Tag. Die Sonne schien, es wehte eine leichter Wind, die Temperaturen waren ideal zum klettern und aktiv sein. Übernachtet haben wir im Anschluss im Berghotel Muottas Muragl, welches mit einer Zahnradbahn erreichbar ist. Hier haben wir den Abend easy bei Sonnenuntergang und anschließendem Dinner ausklingen lassen. Der für mich perfekte Tag, aber seht selbst. 🙂

Bouldern im Engadintal! MEGA

Anschließend ging es zum Lunch in eine Schaukäserei. Hier konnten wir live miterleben, wie Käse hergestellt wird.

…mit anschließender Kostprobe natürlich 🙂

Die Haltestelle Moretasch liegt mitten im Tal.

Von hier startet auch direkt die Wanderung entlang des Gletschers

Verschiedene Stationen entlang des Gletschers symbolisieren den Rückgang des Eises. Eine traurige, aber sehr wichtige und reale Verdeutlichung des Klimawandels.

Angekommen in unserem Hotel auf 2456m Höhe. Sonnenuntergang mit einer mega Aussicht 🙂

Wie man in der Schweiz den Abend mit Freunden ausklingen lässt…so nice!

Perfekter Spot für den Morgenkaffee

Glacier Express von St Moritz nach Zermatt

Ausgeschlafen und gestärkt mit einem herzhaften Frühstück, wartete am Morgen das nächste Highlight der Reise auf uns: die Fahrt mit dem Panoramazug Glacier Express. Der Glacier Express ist einer von 7 Panoramazügen in der Schweiz. Hier könnt ihr mehr über die Panoramazüge lesen. Nach einer kurzen Busfahrt trafen wir uns am Bahnhof in St. Moritz mit Sängerin Beatrice Egli, die uns auf der ungefähr 7-stündigen Zugfahrt mehr über ihre Lieblingsorte der Schweiz erzählte. Die Zugfahrt war ein mega Erlebnis. Empfangen wurden wir von einer echten Legende im Glacier Express, dem Concierge Kim Varela. So ein cooler Typ! Er versorgte uns in der Excellence Class (was für eine abgefahrene Erfahrung) mit Wein, einem leckeren 4-Gänge Menü und vielen Infos zur Zugfahrt. Der ‚langsamste Schnellzug der Welt‘ ist aber nicht nur vom Service und dem Ambiente der Wahnsinn, das Spektakulärste während der Fahrt ist natürlich die Aussicht. Aufgeregte „Oooooohhhs“ und „Aaaaaahhhhs“ und „boah, guck mal da“, synchron zum Kameraklicken, hallten immer wieder durchs Abteil. Ich hab‘ so viele Fotos gemacht, alle kann ich euch leider nicht zeigen – das sprengt meinen Speicherplatz hier, haha. 😀 Mir persönlich hat am besten der Abschnitt der Rheinschlucht gefallen. Absolutes Highlight der ganzen Reise 🙂

Die Excellence Class im Glacier Express

Infos zur Route und dem Zug via iPad

Beatrice Egli & Ich im Interview

Vorspeise

Erstes Mal Champagner probiert und für geht so befunden 😀 lol

Beatrice hat es auch genossen 🙂 So eine liebe Person!     

Kurze Fotosession im Zug

Das ist Kim 🙂

die Bar im Glacier Express

Bettmeralp

Unsere Zugfahrt endete dieses Mal in einem anderen Kanton: dem Wallis. An der Haltestelle in Brig verabschiedeten wir uns von der Crew und stiegen ohne große Umstiegszeit in den nächsten Zug ein. Das Zugfahren hier ist echt cool. Im Anschluss ging es direkt vom Bahnsteig, 2 Etagen nach oben in die Gondel und rauf auf die autofreie Bettmeralp. Hier weht ein ganz geschmeidiger Wind 🙂 Alles wirkt entschleunigt, gemütlich und familiär, kleine Holzhütten und Ferienhäuser reihen sich an steilen Hängen aneinander, man trifft auf Wanderer und Naturbegeisterte Menschen und hat rund um die Uhr (solang das Wetter es zulässt) eine abgefahren Sicht auf die umliegenden Grenzalpen. Das Highlight dieser Region und wohl das beliebteste Ausflugsziel ist der Alteschgletscherder längste Gletscher des europäischen Festlandes. Die Region ist gut vernetzt, auch ohne Auto kommt man überall hin. Entweder zu Fuß, mit dem E-Bike und/oder mit der Seilbahn. Den Gletscher kann man von verschiedenen Viewpoints bestaunen, die mit der Seilbahn zu erreichen sind. Wer etwas mehr Zeit hat und abenteuerlich ist, kann sogar geführte Gletscherwanderungen auf dem Gletscher unternehmen, oder den Klettersteig am Eggishorn besteigen. Leider hatten wir nicht genug Zeit für den Steig, deswegen waren wir mit den E-Bikes on tour und haben uns den gigantisches Gletscher von verschiednen Viewponts angesehen, anschließend gemütlich zu Abend gegessen und die Aussicht genossen.

Ausblick aus unserem Hotel

Happy Me am ersten Viewpoint des Gletschers

Blick auf den Gletscher vom höchsten Viewpoint: Eggishorn

Dieses Mal ging es mit dem E-Bike von einer Seilbahnstation zur Nächsten.

Bahnfahren in der Schweiz

Anreise aus Deutschland

Die Anreise aus Deutschland ist grundsätzlich problemlos möglich. Die Deutsche Bahn bietet 40 Direktverbindungen in die Schweiz an. Je nachdem wann ihr bucht, könnt ihr einen super Sparpreis erwischen. Mehr dazu hier.

Innerhalb der Schweiz Reisen

Angekommen in der Schweiz wartet ein sehr gut ausgebautes Streckennetz auf Euch. Von den Drehkreuzen der großen Städte führen unzählige Verbindungen in alle Regionen. Ihr könnt entweder einzelne Strecken buchen, oder einen umfangreicheren Travel Pass kaufen. Wir haben für eine Woche den SWISS Travel Pass gebucht. Mit diesem Pass kann man ganz unkompliziert jederzeit von A nach B mit Bus, Bahn oder sogar Schiff reisen. Auch einige Seilbahnen sind inbegriffen, ebenso die Panoramazüge. In den Panoramazügen zahlt man lediglich den Aufpreis für die Sitzplatzreservierung.

Mit dem Zug durch die Schweiz – mega cool!

FAZIT

Ich glaube ich muss keinem erzählen, wie wunderschön die Schweiz ist. Vor allem für Outdoorfans bietet das Land unglaublich viele Freizeitmöglichkeiten und spektakuläre Natur. Wer neben seinen Aktivitäten aber einfach mal entspannen will, kann das Panorama am Besten während einer Zugfahrt bestaunen. Die Fortbewegung mit der Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln ist easy und macht Spaß. Jede Bahn kam pünktlich, alles war sauber und das Beste: Man kann sich zurücklehnen, die Landschaft bestaunen, arbeiten oder Musik hören und schadet der Umwelt nicht. Wer langsamen Tourismus und diese moderne, achtsame Art von Reisen kennen lernen möchte, ist hier genau richtig. Und dafür muss man nicht mal fern Reisen 🙂 Stressfrei, authentisch, nette Menschen, frische Luft, Bewegung und eine leckere, ehrliche Küche. Alles in Allem war die Reise ein Highlight dieses Jahr für Timo und mich und wir hoffen ganz bald wiederkommen zu können! Es war uns eine Freude mich Euch zusammenarbeiten zu dürfen. Danke von Herzen, besonders an Charlotte.

anna

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